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...entgegen seines Namens hatte der
Französische Dom nie eine kirchliche Funktion - der Name bezieht sich auf
die Kuppel des Turmes…Sein irreführender Name lässt sich auf die Bauweise
zurückführen.
Die Bezeichnung "Dom" bezieht
sich auf die architektonische Form mit Turmgebäude und die Kuppel (frz. "dôme").
Wenn man es genau nimmt, handelt es sich außerdem um zwei Gebäude, denn
während er Französische Dom nur Turm und Kuppel meint, ist der untere Teil
des Gebäudes eben doch eine Kirche: die Französische Friedrichstadtkirche,
(die) zwischen 1701 und 1705 nach den Plänen von Jean Cayart und Abraham
Quesnay für die französisch reformierten Glaubensflüchtlinge (Hugenotten,)
errichtet (wurde). Der reformierte Charakter der Kirche wird im Innern
durch große Einfachheit wie das Fehlen von Bildern oder Kreuzen
unterstützt. Im Jahre 1905 erfolgte eine neobarocke Umgestaltung durch
Otto March…Nachdem die Kirche im Zweiten Weltkrieg bis auf
die Außenmauern zerstört
worden war, erfolgte ein Wiederaufbau ab 1978.
Der Friedhof der Hugenottengemeinde musste dem Bau des Französischen Doms weichen, doch bekam diese dafür unentgeltliches Nutzungsrecht des Doms für alle Zeiten. Der Französische Dom wurde wie die Französische Friedrichstadtkirche im Zweiten Weltkrieg nahezu zerstört, konnte aber zwischen 1981 und 1987 wieder rekonstruiert. werden. Heute befindet sich im Turmbau des Französischen Doms das Hugenottenmuseum, welches die Geschichte und das Leben der französischen Einwanderer zeigt. (Von der Aussichtsplattform haben Besucher) einen tollen Blick über Berlin-Mitte.
Die Deutsche Kirche wurde in den
Jahren 1701 bis 1708 nach den Entwürfen von Martin Grünberg im barocken
Stil errichtet. Knapp 80 Jahre später wurde die Kirche wegen Baufälligkeit
abgerissen und im neobarocken Stil wiederaufgebaut. König Friedrich II.
ließ zwischen 1780 und 1785 zwei fast identische, aber funktionslose Türme
nach Plänen von Carl von Gontard an die Deutsche und die Französische
Kirche anbauen und erst in diesen Jahren erhielt der Gendarmenmarkt sein
heutiges Aussehen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Deutsche Dom stark
zerstört, konnte aber zwischen 1982 und 1996 wieder aufgebaut werden… Der
Deutsche Dom fungiert auch als Museum.
Seit 2002 ist in den Räumlichkeiten
des Doms die Ausstellung des Deutschen Bundestages "Wege, Irrwege,
Umwege". Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland"
zu sehen. Auf fünf Etagen werden alle wichtigen Etappen zur Entstehung,
Entwicklung und Festigung des demokratischen Systems in der Bundesrepublik
beleuchtet. Thematisiert werden die Deutsche Revolution, das Kaiserreich,
die Weimarer Republik, der Zweite Weltkrieg, die Novemberrevolution und
die unterschiedlichen politischen Systeme im zweigeteilten Deutschland.
«Wege - Irrwege - Umwege» soll nicht nur die Vergangenheit beleuchten,
sondern ebenfalls Überlegungen zur Zukunft anregen.
Die Mendelssohn-Remise
wurde um 1890 als Kassenhalle der Mendelssohn-Bank in der Jägerstraße 51
errichtet. Später diente sie als Kutschremise. (vgl. berlin.de) „Es ist
das Haus, in dessen Seitenflügel die ältesten Söhne des Philosophen und
Kaufmanns Moses Mendelssohn, Joseph und Abraham Mendelssohn, 1815 das 1795
gegründete Bankhaus Mendelssohn etablierten. Der östliche Abschnitt der
Jägerstraße, in der damals bereits die Königliche Giro- und Lehnbank und
die Preußische Seehandlung existierten, gilt als Keimzelle des Berliner
Bankenviertels. Von hier aus entwickelte sich die Bank unter den
Nachfahren von Joseph Mendelssohn und Abraham Mendelssohn Bartholdy zur
bedeutendsten Berliner Privatbank - bis zu ihrer unter den
Nationalsozialisten erzwungenen Liquidation. In mehreren Stationen
erinnert die Ausstellung an die spannungsvolle Geschichte der Bank und an
das Leben der Mendelssohn-Bankiers, die bis 1917 in den Bankhäusern oder
in angrenzenden Gebäuden wohnten. Das Mäzenatentum der Mendelssohns, dem
die Berliner Museen wichtige Kunstwerke verdanken, wird ebenso dargestellt
wie das soziale Engagement der Familie. Thematisiert wird auch ihr
eindrucksvolles, in der Jägerstraße geknüpftes Netzwerk der Beziehungen,
Geschäftspartnerschaften und Freundschaften, das Vertreter der Wirtschaft,
der Wissenschaften, der Musik und der bildenden Künste einbezog. Der
Naturforscher Alexander von Humboldt, der Bildhauer Christian Daniel
Rauch, die Musiker Clara Schumann und Joseph Joachim sowie der Historiker
Leopold von Ranke gingen hier als Kunden wie auch als vertraute Gäste ein
und aus, ebenso - als Verwandte der Bankiers - die Komponisten Fanny
Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy.
Die Ausstellung behandelt außerdem
die von den Nationalsozialisten erzwungene Liquidation der
Mendelssohn-Bank sowie Anstrengungen in der Nachkriegszeit, die Erinnerung
an eine der bedeutendsten deutschen Familien wiederherzustellen.
(vg. Mendelssohn-remise.de)